Handwerk aus Schmölln seit 1877
Die Geschichte der Schlosserei Hofmann reicht mehr als ein Jahrhundert zurück.
Seit der Gründung durch Bernhard Hofmann im Jahr 1877 hat sich der Betrieb über mehrere Generationen hinweg weiterentwickelt.
Was als kleine Werkstatt begann, wurde zu einem festen Bestandteil des regionalen Handwerks – geprägt von Erfahrung, Familientradition und handwerklicher Qualität.














1877 – Der Anfang einer Handwerkstradition
Am 27. Februar 1877 gründete der Schlossermeister Bernhard Hofmann in Schmölln seine eigene Werkstatt.
Was mit handwerklichen Reparaturen und kleineren Metallarbeiten begann, entwickelte sich schnell zu einem gefragten Betrieb für Geländer- und Bauschlosserarbeiten.
Bereits um die Jahrhundertwende war die Schlosserei ein fester Bestandteil des Stadtbildes – unter anderem am Goetheplatz in Schmölln.
Seitdem steht der Name Hofmann für solides Handwerk und Beständigkeit.
1908-1920 – Auf Wanderschaft zum Meister
Der Sohn des Firmengründers, Friedrich Hofmann, trat früh in die Fußstapfen seines Vaters.
Zwischen 1908 und 1912 begab er sich auf traditionelle Wanderschaft, um sein Handwerk weiter zu vertiefen.
Seine Reise führte ihn durch viele Städte im Deutschen Reich und darüber hinaus – unter anderem nach Emden, Kiel, Hamburg, Karlsruhe, Zürich, Lausanne, Lindau und München.
Die gesammelten Erfahrungen und handwerklichen Eindrücke prägten seinen weiteren Weg.
1919/1920 absolvierte Friedrich Hofmann schließlich die Meisterausbildung, womit die Grundlage für die Weiterführung des Familienbetriebs gelegt wurde.
1922 – Übergabe des Familienbetriebs
Nach dem Tod des Firmengründers Bernhard Hofmann im Jahr 1922 wurde der Betrieb von seinen Söhnen Friedrich und Erich Hofmann weitergeführt.
Mit dem bereits zuvor erworbenen Meisterbrief (1920) übernahm Friedrich Hofmann die handwerkliche Leitung des Unternehmens. Gemeinsam führten die Brüder die Schlosserei in eine neue Zeit.
Die erhaltenen Dokumente, Rechnungen und Geschäftspapiere aus den 1920er Jahren zeigen, wie sich der Betrieb weiter etablierte und seinen festen Platz im regionalen Handwerk festigte.
Der dritte Sohn, Walter Hofmann, der ebenfalls im Betrieb tätig war, verstarb nach einem tragischen Arbeitsunfall in einer Spinnereifabrik in der heutigen Altenburger Straße.
1926 – Erweiterung zur Eisenhandlung
Mit der Geschäftserweiterung im Jahr 1926 entwickelte sich der Betrieb deutlich weiter.
Neben der traditionellen Schlosserei wurde eine Eisenhandlung mit umfangreichem Materiallager aufgebaut.
Unter dem Namen Bernhard Hofmann & Söhne bot das Unternehmen nun zusätzlich Stäbe, Träger und Eisenmaterialien für Bau- und Handwerksbetriebe an. Durch das eigene Lager konnten benötigte Materialien schnell geliefert oder direkt im Betrieb verarbeitet werden.
Werkstattarbeit, Bauprojekte und neue Geschäftskontakte – etwa durch Besuche der Leipziger Messe – stärkten den Betrieb in dieser Zeit weiter und erweiterten das Tätigkeitsfeld der Firma.
1936 – Ladeneröffnung und Wachstum
Mit der Eröffnung eines Ladengeschäfts im Jahr 1936 erweiterte die Firma ihr Angebot deutlich.
Neben den klassischen Schlosserarbeiten wurden nun auch Schrauben, Beschläge und Eisenwaren verkauft – gewissermaßen der Baumarkt der damaligen Zeit.
Gleichzeitig entwickelte sich der Betrieb weiter und fertigte unter anderem Schuhsohlenglättmaschinen, die in verschiedenen Betrieben eingesetzt wurden.
Der steigende Bedarf führte schließlich zu einem Umbau und zur Erweiterung des Betriebshofes zwischen 1938 und 1940.
Zeitungsanzeigen, Geschäftspost und Dokumente aus dieser Zeit zeigen, wie sich das Unternehmen immer stärker etablierte.
1953 – Vom Familienbetrieb in die Moderne
Nach dem Krieg beteiligte sich die Schlosserei Hofmann am Wiederaufbau der Region. 1951 änderte sich die Firmenbezeichnung zu „Friedrich Hofmann Schlosserei, Sauerstofflager und Eisenwaren“, 1953 wurde das Ladengeschäft geschlossen.
Mit Gerhard Hofmann übernahm die nächste Generation Verantwortung: Nach seiner Meisterprüfung 1958 führte er den Betrieb ab 1961 gemeinsam mit seiner Frau durch die Zeit der DDR und später durch die Wende in die Marktwirtschaft.
Seit dem 1. Januar 1999 leitete Andreas Hofmann das Unternehmen in vierter Generation. Das Leistungsspektrum entwickelte sich weiter – von klassischen Bauschlosserarbeiten bis hin zu Schlüsseldienst, technischen Gasen und individuellen Metallkonstruktionen.
2026 – Tradition mit Zukunft
Nach der Wende entwickelte sich die Schlosserei Hofmann weiter und passte sich den neuen Anforderungen des Marktes an. Neben klassischen Bauschlosserarbeiten entstanden zunehmend individuelle Lösungen für Privatkunden, Gewerbe, Industrie und öffentliche Auftraggeber.
Ob Geländer, Tore, Treppen, Sonderkonstruktionen, Schlüsseldienst oder technische Gase – das Unternehmen blieb seiner handwerklichen Grundlage treu und erweiterte zugleich stetig sein Leistungsspektrum.
Zum Jahreswechsel 2026 auf 2027 übernimmt Eric Hofmann das Unternehmen in fünfter Generation. Seinen Meistertitel legte er 2023 ab – und führt die lange Familientradition mit Stolz, Verantwortung und frischem Blick in die Zukunft weiter.